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Wut bei Kindern will verstanden werden

21. Aug.
2 Min. Lesezeit







Wut bei Kindern will verstanden werden


Wut bei Kindern kann laut, heftig und für Eltern sehr herausfordernd sein.


Sie ist nicht ungezogen.

Nicht respektlos.


Wut ist ein Gefühl.

Und Gefühle brauchen keinen Gehorsam.

Sie brauchen Verständnis, Halt und Orientierung.


Ein Kind, das wütend ist, braucht nicht zuerst eine Lektion.

Es braucht in diesem Moment nichts, was geklärt, erklärt oder ausdiskutiert werden muss.


Es braucht einen Erwachsenen, der da ist.

Einen Menschen, der hilft, wieder in die Ruhe zu kommen.


Denn manchmal ist Wut das Ventil für etwas, das Kinder noch nicht in Worte fassen können.


Ein sechs- oder neunjähriges Kind sagt wahrscheinlich nicht:

Mama, ich fühle mich gerade ungerecht behandelt und mein Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist nicht erfüllt.


Es wird vielleicht laut.

Es schreit.

Es stampft.

Es knallt eine Tür.


Und genau dann braucht es einen zweiten Blick:

Weg vom Verhalten. Hin zu der Frage: Was ist meinem Kind gerade wichtig?


Wie wir Wut bei Kindern begleiten können


Vielleicht sagt die Wut:


Ich fühle mich ungerecht behandelt.

Ich fühle mich gerade nicht gesehen.

Ich habe etwas nicht geschafft.

Das war mir gerade alles zu viel.

Ich möchte das nicht.


Und ja:

Wut darf da sein.

Aber Wut hat Grenzen.

Niemand darf verletzt werden. Nichts darf zerstört werden.

Und diese Grenze hältst du.



Je besser es uns Erwachsenen gelingt, in diesen Momenten bei uns selbst zu bleiben, desto eher können wir Kindern Sicherheit geben.


Denn Kinder lernen den Umgang mit starken Gefühlen nicht dadurch, dass wir ihre Wut schnellstmöglich beenden.


Sie lernen ihn, indem sie immer wieder erleben:


Da ist jemand, der mich mit meinen Gefühlen annimmt.

Da ist jemand, der die Grenze hält.

Da ist jemand, der mir hilft, wieder zu mir zurückzufinden.


Was kommt nach der Wut? Keine Standpauke.


Es kommt das Verstehen.


Was war dir wichtig?

Was war in dem Moment los?

Wann hast du gemerkt: Jetzt wird es zu viel?

Was hätte dir geholfen?

Was können wir beim nächsten Mal anders machen?


Wut muss nicht abgestellt werden.


Kinder dürfen lernen, sie zu verstehen und immer sicherer mit ihr umzugehen.

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